Diebstahlschutz durch Sicherung mit Sensoren

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt immer mehr Einbrüche in Deutschland, die Zahl der Delikte steigt immer weiter an. Die Schaden-Summen explodieren förmlich. In den zurückliegenden fünf Jahren klettern sie kontinuierlich. Tendenz: stets aufwärts. Die Statistik des „Gesamtverbands der  Deutschen Versicherungswirtschaft“ (GDV) verzeichnet für 2014 (der jüngsten Zahl in dieser Zählung) rund 150.000 gewaltsam aufgebrochene Türen oder Fenster im Land, durch die anschließend Täter mit meist wenig lauteren Absichten in Wohnungen und Häuser eindringen konnten.


Die Geschädigten blieben nach solch einem ungebetenen Besuch der Ganoven meist auf immer höhere Schäden sitzen: Die Gesamtsumme beziffert die offizielle GDV-Statistik inzwischen auf 490 Millionen Euro im Jahr 2014 – das sind pro Einbruch im Bundesdurchschnitt etwa 3.250 Euro pro betroffenem Haushalt. „Immer mehr Haushalte sind mit hochwertiger Technik ausgestattet“, begründen die Versicherungs-Experten, was ihre nüchternen Zahlen zeigen: „Teure Mobiltelefone, Tablet-Computer und Digitalkameras finden sich in fast jedem Zuhause. Sie haben einen hohen Wiederverkaufswert und sind für Einbrecher lukrativ.“



Kripo rät nachdrücklich: Haus und Wohnung gut verschließen

alarmanlage SmartseeDie deutsche Polizei warnt seit Jahren vor den  Machenschaften der bösen Buben. In Aufklärungskampagnen verteilen die Beamten Flyer, zeigen Videos, besuchen Schulen oder halten Vorträge, wie die Menschen sich selbst und ihr Hab und Gut vor den Einbrechern schützen und so Schäden vermeiden oder Verlust vorbeugen können.

Der wichtigste Rat der Kriminologen: Immer gut abschließen. Denn meist machen es allzu sorglose Wohnungsmieter oder Hausbesitzer einem Einbrecher eher leicht, sich auf Abwege zu begeben. „Das richtige sicherheitsbewusste Verhalten kostet kein Geld“, betont die Kriminalpolizei. Solch kostenloses Verhaltenstipps geben die Beamten jedem Bürger:

Erster Rat: Verschließen Sie die Tür immer – auch wenn Sie das Haus nur kurz verlassen. Das gilt natürlich auch für die Fenster oder die Balkon- und Terrassentür. „Gekippte Fenster sind offene Fenster!“, heißt es dazu auf einer Webseite der Polizei.
Zweiter Fehler: Niemand sollte seine Schlüssel draußen „verstecken“. Ob unter der Fußmatte oder im Blumenkübel – Einbrecher haben ein Gespür für solch „sichere“ Verstecke. Sie wissen, wo sie suchen müssen. Werden sie fündig, sind die Schätze im Haus auch schon so gut  wie weg.
Dritter Tipp: Wer seinen Schlüssel verloren hat, sollte danach auf jeden Fall seine Schlösser auswechseln. Denn wer weiß schon, ob ein Finder tatsächlich auch eine ehrliche Haut besitzt und ihn dem Besitzer zurück gibt oder ob er ihn doch lieber einem Gauner zusteckt – gegen Gewinnbeteiligung etwa.



Tür- oder Fenster-Sensoren erhöhen die Sicherheit im Haus

Noch besser, das empfehlen auch die Sicherheitsexperten der Polizei, sind allerdings „Einbruch- und Überfall-Meldeanlagen“ wie etwa Tür-Sensoren. „Damit werden Einbruchsversuche automatisch gemeldet und man kann den Alarm bei Gefahr auch selbst auslösen“, betonen die Spezialisten der Kripo.
Die Geräte funktionieren nach einem  eigentlich einfachen Prinzip. Am Fenster oder der Tür bringt der Wohnungsbesitzer ein kleines Gerät an. Es enthält einen Schalter, der mit Hilfe eines magnetischen Kontakts von außen einen Stromkreislauf schließt oder eben unterbricht. Der Magnet sitzt ebenfalls am Fenster oder Türrahmen. Sind Tür oder Fenster ganz normal geschlossen, ist alles in Ordnung. Bewegt sich nun aber der Magnet, kippt der Schalter im sicherheitsmelder um un löst den Alarm aus. Entfernt sich der am Rahmen sitzende Magnet, weil jemand das Fenster unerlaubt öffnet, spricht der Sensor im Alarmgerät an. Das löst den Kontakt aus: Der Wohnungsinhaber wird per SMS informiert oder gleich die Polizei informiert – je nach Konfiguration der Alarmanlage sind verschiedene Reaktionen denk- und programmierbar.



Alarmanlage der Ahnen: Glockenschlag als Warnsignal

Das Prinzip dieses Schutzes ist so simpel wie bewährt. Solche magnetischen Kippschalter entwickelten die Techniker in den „Bell Telephone Laboratories“ in den USA bereits 1936. Sie imitieren damit aber lediglich ein Alarm-Prinzip, das lange bevor es solche elektronischen Bauteile gab, schon die vorsichtigen Bürger vor Jahrhunderten kannten. Sie benutzten zu diesem Zweck  allerdings eine mit einer langen Schnur verbundene Glocke. Öffnete jemand eine Tür, spannte sich die Schnur und brachte in einem entfernten Raum die am jeweils anderen Ende der Schnur befestigte Glocke zum Schwingen. Ihr Schlegel schlug ans Metall und erzeugte einen kleinen Glockenschlag. Der Wohnungsnutzer hörte ihn und wusste, dass gleich jemand kommen würde.
Die moderne Sensoen-Variante ist da vielseitiger. Je nach Programmierung ertönen unterschiedliche Signale, wenn eine Tür geöffnet wird. So lässt sich leicht unterscheiden, ob ein Berechtigter kommt, der zuvor die Tür mit dem Schlüssel öffnete, ob jemand kommt, der zuvor die Haustürklingel nutzt oder ob jemand die Tür von innen geöffnet hat – das etwa warnt Mütter, wenn ihre Kinder flügge werden und die Türklinken erreichen, dass ein Sprössling sich auf den Weg in die weite Welt begibt – ohne Erlaubnis.



Sensoren schützen auch Fahrrad oder Surfbrett vor Dieben

Türsensoren kann ein Hausherr nicht nur zum Fernhalten ungebetener Gäste von draußen nutzen. Damit kann er auch  Türen im Haus absichern und überprüfen, wer sich in welchem Raum aufhält: So lässt sich etwa verhindern, dass Kinder an Wein-Vorräten naschen. Auch als Lebensretter kann der Türsensor fungieren. Sichert der Sensor etwa den Zugang zu einem Pool, kann ein Vater oder eine Mutter beruhigter leben, denn sie können sich sicher fühlen, dass ihre Kinder nicht in die Nähe des Beckens gelangen, wennsie das noch nicht sollen, da sie noch nicht ausreichend sicher schwimmen können.
Das Prinzip der durch Sensoren gesteuerten Überwachung kann jeder zudem als Diebstahlschutz für seine oder ihre im Freien gelagerten Habseligkeiten wie Fahrräder, Surfbretter oder Gartenmöbel nutzen. Jedesmal, wenn sich einer der damit gesicherten Gegenstände unerlaubt vom nahen Magneten entfernt oder weggetragen wird, ertönt dann nämlich der Alarm und die Eigentümer können ihren Besitz dadurch besser im Auge behalten und vor Diebstahl schützen.