Tipps, die Langfingern das Leben schwer machen

 

„My home is my castle!“ So heißt es im englischen Sprachraum. Doch allzu häufig machen wir es Langfingern beim Überwinden unseres Schlossgrabens leicht ...

 

Tatsächlich gehen Experten davon aus, dass menschlicher Leichtsinn und unsere Bequemlichkeit eine der größten Sicherheitslücken im Einbruchschutz darstellt:

 

Langfingern den Zutritt erschweren!

 

alarmanlage Smartsee 04So laden offen stehende Balkon- und Kellertüren, aber auch Fenster, die lediglich auf Kipp stehen, Diebe geradezu ein.

Querriegel an Türen, einbruchshemmende Fenster und andere Sicherheitsmaßnahmen könnten dagegen helfen, die Zahl der Wohnungsauf- und -einbrüche deutlich zu senken. Schließlich spielt der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle und wissen Ermittler, dass Einbrecher, die ein Schloss oder ein Fenster nicht binnen Minuten geknackt haben, lieber ein anderes und leichter zugängliches Objekt auswählen.

Zwar haben dann andere Mitbürger den Schaden, doch wenigstens ist unsere eigene Habe geschützt worden!

 

Wer und was macht Einbrechern das Leben schwer?

 

Tatsächlich gibt es, neben Alarmanlagen, wachsamen Nachbarn und bellenden Hunden verschiedene Maßnahmen, die Langfinger abschrecken. Die hebeln Türen und Fenster häufig einfach auf. Dazu reicht mitunter bereits ein Schraubenzieher, der freilich durch so genannte Pilzkopfzapfen und Aufschraubsicherungen gebremst wird.

Andere wählen dagegen die „rustikale“ Methode und schlagen Glasscheiben kurzerhand ein. Wer im zweiten oder dritten Stockwerk wohnt, besitzt daher gegen derartige Tätergruppen bereits einen gewissen Schutz. Zusätzlich könnten spezielle Folien und andere Formen der einbruchshemmenden Verglasung eine wertvolle Hilfe sein.

Doch was ist, wenn die Einbrecher just durch die Tür kommen? Das geschieht häufiger, als wir es als Laien ahnen. Daher sollten Türen - und zwar auch dann, wenn wir nur „kurz“ außer Haus sind - konsequent zweimal abgesperrt sein.

 

Wann sollte ein Türschloss getauscht werden?

 

Logisch, dass spätestens dann, wenn wir unseren Schlüssel verlieren, der Zylinder getauscht wird.

Auch beim Diebstahl von Personalausweis, Wagenpapieren und anderen Dokumenten, die Hinweise auf den Wohnort eines potentiellen Opfers geben könnten, werden Ermittler meist hellhörig. Daher werden, nach einem Wagendiebstahl oder Handtaschenraub, oftmals Streifen zu den entsprechenden Häusern entsandt, die Langfinger, die die Gunst der Stunde nutzen wollen, auf frischer Tat ertappen!

 

Die eigene Wohnung nachrüsten?

 

Doch auch dann, wenn keine unmittelbare Gefahrenlage bekannt ist, macht ein Nachrüsten der eigenen Wohnung Sinn. So gibt es Nachrüstprodukte für Fenster und Türen, aber auch einbruchshemmende Rollläden. Produkte, die nicht nur bei Häusern in Alleinlagen, sondern auch bei Singles und Senioren, die häufig Opfer von Einbrüchen werden, durchaus Sinn machen.

Auch bei Neu- und Umbauten empfehlen Ermittler, konsequent einruchshemmende Türen der neusten Generation zu verbauen. Denn hier, an der Tür, bzw. deren Schloss und Beschlägen, liegt eine typische Schwachstelle, die gerne von Langfingern genutzt wird.

Besonders gefährdet sind Haustüren mit Glasfüllung - vor allem dann, wenn innen auch noch sichtbar der Schlüssel steckt. Neue Türen werden heute dagegen in verschiedene Widerstandsklassen eingeteilt, man(n), bzw. Frau, kann aber auch die alte Tür nachrüsten:

Dabei spielen dann einbruchshemmende Schlösser, aber auch ein Türrahmen, der sich ausreichend stabil ans Mauerwerk schmiegt, eine ganz entscheidende Rolle. Auch ein Schutzbeschlag samt Zylinderabdeckung macht Einbrechern das Leben schwer.

Allerdings wird ein einbruchshemmendes Schloss nur im Zusammenspiel mit ausreichend robusten Türen Sinn machen. Es ist also die Kombination aus Mehrfachverriegelung und Rahmenkonstruktion, auf die es ankommt.

 

Die Summe der Maßnahmen führt zum Erfolg!

 

Auch Zusatzschlösser und Sperrbügel bieten sich in einem Maßnahmenpaket rund um die Nachrüstung der Haustür an. Deren Robustheit allein nutzt freilich wenig, wenn die Täter an Neben- und Kellertüren leichtes Spiel haben.

Kriminalexperten raten daher zu einem Sicherheitskonzept, das ineinander greift und zu Komponenten, die gut aufeinander abgestimmt sind. Hier bieten dann Weitwinkelspione und Türsprech- bzw. Video-Gegensprechanlagen einen weiteren Schutz.

Denn nur weil es klingelt die Wohnungstür arglos zu öffnen, ist heute nicht mehr zu empfehlen!

 

(Foto: ©pixabay)