Tipps für die Immobiliensuche

Wo und wie lässt es sich gut und sicher wohnen?

 

Natürlich gibt es ruhigere Wohnviertel, aber auch Gegenden, die für ihre Drogen- und Gewaltdelikte bekannt sind. Eine polizeiliche Kriminalitätsstatistik, die mit der Verteilung der Einbrüche nicht zwangsläufig Hand in Hand geht ...

Denn dazu könnten sich Diebesbanden auch die ruhigen Wohngebiete und / oder Stadtviertel mit erfolgversprechenden Villen (sprich: einer wohlhabenden Klientel) aussuchen. Dennoch gibt es auch Erhebungen dazu, wo Einbrecher besonders aktiv sind:

 

Wer sind die Einbrecher, und wo kommen sie her?

alarmanlage SmartseeSo gilt, in Relation zur Einwohnerzahl, die Einbruchsrate in Bremen als besonders hoch. Ein Stadtstaat, der ja auch immer wieder durch seine kurdisch libanesischen Banden in Verruf kommt.

Die sorgen derzeit auch in Essen für Aufregung. Der Focus sieht[1] die Polizei hier machtlos und spricht von einem gewaltigen Problem. Doch das nur am Rande, da dieses Phänomen zwar das allgemeine Sicherheitsgefühl beeinträchtigt, jedoch nicht zwangsläufig mit Einbruchsdelikten zu tun hat.

Hier scheinen, unter anderem, osteuropäische Banden besonders aktiv, die zum Teil allein zum Klauen ins Land kommen. Eine Erkenntnis, die freilich keine Vorurteile schüren soll. Denn kein Volk neigt per se zum Diebstahl. Und viele Fälle bleiben ungeklärt:

So kam es 2014 nur in rund 3 Prozent der Einbruchsdelikte zu einer Verurteilung!

 

Wo schlagen Einbrecher bevorzugt zu?

Die scheinen in Bayern übrigens vergleichsweise selten. Gut möglich, dass dies auch mit der bekannten Null-Toleranz Devise der bayerischen Landespolizei zu tun hat. Regelrechte „Hochburgen“ für Einbrecher scheinen dagegen Köln und Dortmund zu sein. Prinzipiell wird alle drei bis vier Minuten irgendwo in Deutschland eingebrochen.

 

Eigenverantwortung gefragt!

sicherleben_smartsee01Eigenverantwortliches Handeln und Prävention scheinen daher dringen geboten:

Gerade wer sich seine erste Wohnung sucht, sollte das Appartement daher nicht allein nach optischen Gesichtspunkten auswählen. Denn es gibt durchaus Maßnahmen, die Langfingern das Leben schwer machen. Dazu gehören einbruchshemmende Fenster, Rollläden sowie Balkon- und Kellertüren, man(n), bzw. Frau, sollte sich also nicht scheuen, beim Makler nachzufragen, welche Maßnahmen der Eigentümer oder die Wohnungsgesellschaft diesbezüglich verbaut haben.

Auch für den Mieterschutzverein Frankfurt ist das Thema durchaus präsent. Die Experten publizierten [2] daher ein Merkblatt mit wichtigen Tipps. So darf die Miete, nach Maßnahmen, die den Einbruchschutz verbessern, erhöht werden.

Selbst Hand anlegen kann in Mietobjekten hingegen zu einem Problem werden, jedenfalls dann, wenn die Bausubstanz an sich tangiert wird. Auf jeden Fall könne der Besitzer nach Beendigung des Mietverhältnisses verlangen, dass bauliche Veränderungen wieder rückgebaut werden.

 

Keine Heldentaten wie im Krimi:

 

Genaue Absprachen sind daher sehr zu empfehlen. Weniger empfehlenswert wäre es dagegen, den Helden zu spielen, falls mal ein Langfinger auf frischer Tat ertappt wird. Dann sollte man keinesfalls selbst Polizei spielen, sondern die 110 wählen. Denn Langfinger, die sich in ihrer Flucht gestört fühlen, reagieren oftmals mit Gewalt!

 

Einbrechers Tagträume:

sicher leben-smartseeLaut Auskunft der Polizei ein Nordrhein-Westfalen steigen Einbrecher tagsüber wie auch nachts ein. Wobei Einbrüche am hellen Tag gar nicht so selten sind, nämlich dann, wenn die Bewohner „nur mal kurz weg“ sind. Besonders in den Wintermonaten machen sich Langfinger aber auch die früh einbrechende Dunkelheit zu nutze. Manchmal geben sich Einbrecher zudem als Polizeibeamte, Wehrleute oder andere amtliche Personen aus.

Ein Nachfragen auf der jeweiligen Dienststelle kann also Sinn machen. Denn Personen, die einmal ins Haus gelangt sind, teilen sich oftmals auf, stecken kleinere Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld in einem unbeobachteten Moment rasend schnell ein.

Generell lebt jeder Einbruch von seiner Geschwindigkeit und haben es die Täter verständlicherweise eilig. Alles was aufhält, wie Querriegel an Türen oder auch bellende Hunde, die Alarm schlagen, werden daher gemieden. Nicht umsonst gibt es bei den so genannten Gaunerzinken spezielle Symbole, die vor bissigen Hunden oder gar Polizeibeamten im Haus warnen.

Auf der anderen Seite verständigen jene, die die Wohngebiete auskundschaften, so ihre Komplizen über alleinstehende oder ältere Opfer sowie Personen, bei denen „fromm spielen“ oder die Mitleids-Tour womöglich zum Erfolg führen.

Eine gesunde Portion Skepsis kann daher bei Fremden, die an der Tür klingeln, niemals schaden!



[1] http://www.focus.de/panorama/welt/polizei-oft-machtlos-gewaltiges-problem-das-steckt-hinter-der-blut-fehde-der-libanesischen-clans_id_4522739.html

[2] https://www.mieterschutzverein-frankfurt.de/fileadmin/user_upload/PDF/Merkblaetter/Einbruchschutz.pdf