Sicher durch den Advent und die dunkle Jahreszeit

 

„Advent, Advent, der Kranzer brennt ...“ Was Kinder als Ulk-Lied und Spottvers vor sich hin summen, wird auch in diesem Jahr wieder deutschlandweit traurige Realität werden:

Daher warnt die Freiwillige Feuerwehr Marburg - Cappel in ihren Bürgerinformationen[1] nachdrücklich davor, brennende Kerzen allein zu lassen. Denn im Fall der Fälle könnte nicht nur der Sachschaden groß sein:

 

Hohe Vermögensschäden und schwere Brandverletzungen!

rauchmelder_smartseeSchließlich brennen gerade ausgedörrte Nadelzweige wie Zunder. Der Adventskranz sollte daher auf einer feuerfesten Unterlage und in gebührendem Abstand zu Vorhängen und Tapeten (die ebenfalls rasch Feuer fangen) platziert werden.

Da auch Haustiere, insbesondere Katzen, Kerzen leicht umstoßen können, müssen Tierhalter zudem ihren Vierbeiner stets im Blick haben. Ebenso sollte man nach Auskunft der Wehr „nie über brennende Kerzen greifen oder sich darüber beugen!“

 

(K)ein Versicherungsfall?

Denn wenn ein Adventskranz oder Weihnachtsbaum Feuer fängt, ist guter Rat teuer. Schließlich können, selbst bei einem schnellen Eintreffen professioneller Helfer, die Folgekosten enorm sein.

Wird grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen, können Versicherer die Regulierung ablehnen oder aber die Summe allenfalls anteilig tragen. Was genau „grob fahrlässig“ ist, darüber kann natürlich debattiert werden. Im Zweifel müssen das dann die Gerichte entscheiden.

Wer seinen Kranz oder die Kerzen am Baum brennen lässt und dann das Haus oder die Wohnung verlässt, braucht sich jedenfalls über Nachfragen und Vorwürfe nicht zu wundern. Allerdings gibt es auch (entsprechend teure) Policen, durch die auch ein grob fahrlässiges Handeln noch gedeckt ist.

 

Vorbeugen besser als löschen!

Doch durch Vorbeugen und Umsicht lassen sich viele Probleme und Brände bereits im Vorfeld vermeiden. So raten Feuerwehr und Stadtverwaltung in Hamburg dazu[2], trockene Zweige durch frische Tannen zu ersetzen und anstelle von offenem Licht Sicherheitskerzen zu verwenden. Und „Wunderkerzen gehören schon mal gar nicht in die Adventsgestecke oder Weihnachtsbäume“, warnen die Brandretter.

Die empfehlen - und das nicht nur zu Weihnachten - Rauchwarnmelder, die Leben retten können.

 

Rauchwarnmelder als Lebensretter:

Dafür plädiert[3] auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft; schließlich kommen nach wie vor jedes Jahr rund 500 Menschen bei Wohnungsbränden ums Leben. Und das vor allem durch tödliche Rauchgase, die im Schlaf gar nicht bemerkt werden!

 

Wo sollten Rauchmelder eingesetzt werden?

In vielen Bundesländern sind Rauchmelder daher schon heute Pflicht. Die sollten stets an der Zimmerdecke, am besten mittig im Raum, platziert werden.

Experten empfehlen, vor allem Schaf- und Kinderzimmer zu überwachen. Ggf. auch die Flure. Zumindest sollte ein Rauchwarnmelder pro Etage installiert werden.

Gerade zu Weihnachten macht es jedoch Sinn, diese Grund- und Minimalausstattung durch weitere Maßnahmen auszubauen!

 

Ein anderes Problem:

Dabei sollte dann auch an Alarmanalgen und Bewegungsmelder gedacht werden. Zumal Einbrecher gerade auf Privatgrundstücken mit Beginn der Dämmerung, die nun früh einsetzt, aktiv werden.

Gewerbeobjekte werden dagegen bevorzugt zwischen Mitternacht und Morgengrauen heimgesucht. Und das mit steigender Tendenz, so dass die Frage nach dem optimalen Schutz für Betriebe auch für die Branche und die Polizei[4] zunehmend relevant wird.

 

Einbruchsdelikte nehmen zu!

Generell nimmt die Zahl der schweren Ladediebstähle und Wohnungseinbrüche nämlich zu. Allein in 2015 registrierten die Ermittler über 2,4 Millionen (!) Diebstähle. Mit einer Aufklärungsquote von nur etwas mehr als 15 Prozent.

Damit ist es mehr als sinnvoll, sein Eigentum zu schützen. Zumal gerade Profis rasch weiterziehen, wenn der Aufwand zu groß wird. Gesicherte Fenster und Alarmanalgen können viele Langfinger daher bereits im Vorfeld abschrecken.

Das gilt übrigens auch für Hunde, vor denen die meisten Einbrecher nach wie vor Respekt zeigen. Neben der Absicherung durch Alarmanlagen muss nach Angaben der Polizei aber auch das Sicherheitsrisiko Mensch ausgemerzt werden. Dazu gehört, dass kein Beschäftigter die Abläufe in seinem Betrieb ausplaudert. Ebenso wenig dürfen wir als Privatleute zu erkennen geben, dass wir über Weihnachten außer Haus sind.

 

Entspannt in den Weihnachtsurlaub?

Elektronische Helfer, die einen laufenden Fernseher vorgaukeln (so genanntes Fake TV) oder Zeitschaltuhren, die Rollläden und Licht betätigen, können daher durchaus Sinn machen. Ebenso sollten die Briefkästen durch Verwandte oder Nachbarn geleert werden.

Damit haben wir dann alles Menschenmögliche getan, damit die Feiertage ohne unschöne Zwischenfälle ablaufen.



[1] http://www.feuerwehr-mr-cappel.de/aktuelles/buergerinformationen/203-kerzen-adventskranz

[2] http://www.hamburg.de/feuerwehr/55544/brandschutztipps-weihnachten/

[3] http://www.gdv.de/2016/01/freitag-der-13-tag-des-rauchmelders/

[4] http://www.polizei-dein-partner.de/themen/einbruchschutz/einbruchschutz-gewerbe.html