Einbruchschutz: Könnten die hohen Opferzahlen bald zurück gehen?

 

Viele zeigten sich erfreut, als 2016 endlich vorbei war. Ein Jahr, das uns manch` prominenten Todesfall beschert hat und bereits alles andere als erfreulich anfing:

 

Wird 2017 vieles besser?

Schließlich sorgten in der vorletzten Silvesternacht nicht allein in der Domstadt Köln zahlreiche sexuelle Übergriffe für allgemeine Bestürzung ... eine Gefahr, die die Beamten zum Jahreswechsel 2017 deutlich besser im Griff hatten.

Dennoch bleibt eine allgemeine Unsicherheit. Ein Gefühl der Ohnmacht, das vornehmlich durch den islamischen Terror, der nun auch Deutschland samt seiner Hauptstadt Berlin erreicht hat, geschürt wird. Doch auch die Angst vor Wohnungseinbrüchen, eine Gefahr, die für die meisten von uns deutlich realer ist, trägt zu diesem unguten Lebensgefühl (s) einen maßgeblichen Teil bei.

Doch gerade hier könnte nun eine Entwarnung - oder zumindest eine Stagnation - in Sicht sein.

 

BKA-Chef macht den Bürgern Hoffnung!

Immerhin macht just der Chef einer der höchsten deutschen Polizeibehörden, Holger Münch, den Menschen neue Hoffnung. Denn das Bundeskriminalamt rechne im Bereich der Wohnungsauf- und -einbrüche 2017 mindestens mit einer Stagnation, erklärte Münch unlängst gegenüber der ARD.

Das sind, nach einer stetigen Zunahme der Fallzahlen in den vergangenen Jahren, zumindest erfreuliche Prognosen. Dennoch darf bezweifelt werden, dass die Gefahr im Kein erstickt wurde bzw. hier ein Umdenken der Tätergruppen im Spiel ist.

Sollten die Wohnungseinbrüche wirklich zurück gehen, so wird dies, ohne Zweifel, einer stetig verbesserten Sicherheitstechnik und dem höheren Fahndungsruck zu verdanken sein. Schließlich ist, gerade in 2016, im Bereich der länderübergreifenden Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden viel getan worden.

 

Höhere Strafen in Sicht?

Und das ist auch gut so, da viele Einbrüche heute nicht mehr von Gelegenheitstätern, sondern vielmehr von straff organisierten und aus dem Ausland stammenden Banden verübt werden.

Tatsächlich scheint auch die Politik nicht davon auszugehen, dass das Problem grundsätzlich gelöst ist. Schließlich forderte Justizminister Heiko Maas von der SPD, selbst aus dem Saarland und damit aus einer Grenzregion stammend, vor einiger Zeit ein Mindeststrafmaß von sechs Monaten für nachgewiesene Einbrüche.

 

Das Leid (en) der Oper:

Eine Forderung, die viele Bürger, insbesondere die Opfer von Einbrüchen, vermutlich unterstützen dürften.

Offenbar geht übrigens auch der eingangs zitierte BKA-Chef  davon aus, dass die Fallzahlen nur dann zurück gehen (können), wenn das Risiko einer Entdeckung und Verurteilung für die Täter groß ist. Insofern sind die nun ausgelobten neuen Stellen bei den polizeilichen Ermittlungsbehörden der Länder und des Bundes uneingeschränkt zu begrüßen.

Schließlich sind gerade bei bzw. nach Wohnungseinbrüchen die seelischen Folgen der Opfer beträchtlich. Die fühlen sich, generell, von Politik und Justiz oftmals nicht ernst genommen. Die Opferschutzvereinigung Weißer Ring spricht daher von dringend nötigen Verbesserungen der rechtlichen und sozialen Lage von Kriminalitätsopfern und davon, dass Politik, Justiz und Verwaltung für die Situation der Geschädigten weiterhin sensibilisiert werden müssen.

Deutliche und mahnende Worte: Denn natürlich will jede und jeder von uns in einem Rechtsstaat leben. Auf der anderen Seite jedoch wäre es fatal, würde sich der Eindruck durchsetzen, dass Täterinteressen höher als der Wunsch der Bevölkerung nach Sicherheit eingestuft werden.

Und das gilt wohl für alle Kriminalitätsbereiche - den großen und internationalen Terrorismus ebenso wie die (kleineren) Eigentumsdelikte vor Ort!