Rauchmelder: So günstig können Lebensretter sein

 

Leider passiert es häufiger, als viele von uns ahnen. So sind  im Jahre 2006 rund 187.000 Brände passiert und ist 2003 die 200.000 er Marke geknackt worden ...

Die Ursachen sind vielfältig und reichen vom menschlichen Leichtsinn bis hin zu technischem Versagen. Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung nennt[1] Überhitzung und feuergefährliche Arbeiten als mögliche Brandverursacher, weiß aber auch, dass zudem Blitzschlag und Brandstiftung zum Feuer führen:

 

Rechtzeitig vor der Flammenhölle gewarnt sein?

Leider häufig auch mit tödlichem Ausgang. Dabei sind es gar nicht immer die Flammen selbst, die zum Tod führen. Denn Gefahrenquelle Nummer 1 ist der Rauch. Der ist giftig und führt, oftmals noch im Schlaf, zum Tod. Tatsächlich versterben bis zu 80 Prozent aller Brandtoten an einer Rauchgasvergiftung, nicht jedoch in den Flammen selbst!

 

Giftige Gase:

So kann sich Rauchgas auch in vermeintlichen Flucht- und Rettungswegen wie Treppenhäusern rasend schnell ausbreiten. Denn bereits wenige Kilogramm Papier oder ein paar gelbe Säcke können gewaltige Rauchschwaden freisetzen. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen über Atemprobleme bis hin zu einer Ohnmacht, womit spätestens dann eine Eigenrettung nicht mehr möglich ist.

 

Rauchmelder vielerorts Pflicht!

rauchmelder_smartsee3Brand- und Rauchmelder, die im Fall der Fälle einen Alarm auslösen, können damit eine unverzichtbare Hilfe im Kampf gegen steigende Brandopferzahlen sein. Daher gibt es in Deutschland sogar einen Rauchmeldertag - und zwar am Freitag, den 13. Mai 2016.

Ziel ist es dabei, Wohnungsbewohner wie auch vor allem die Hausbesitzer zu erreichen. Denn in vielen Bundesländern sind Rauchmelder bereits heute Pflicht. Eine Maßnahme, die Feuerwehren bereits länger einfordern. Dennoch hat die Sache einen Haken, da kaum auf eine Einhaltung dieser Bestimmung hin kontrolliert wird.

Allerdings verstößt derjenige, der wider besseres Wissen und entgegen der Gesetzeslage auf einen Rauchmelder verzichtet gegen die Bauordnung; spätestens bei einem Brand mit Personenschäden kann es daher zu einem strafrechtlichen Verfahren kommen!

 

Vielfalt der Modelle:

Wie wichtig diese Thema ist, zeigt sich auch daran, dass sich Stiftung Warentest bereits mit der Materie befasst[2] hat. Denn „auch dort, wo noch keine Rauchmelderpflicht besteht, sollten Sie aktiv werden“, raten die Warentester und wissen, dass gute Rauchmelder häufig nicht einmal 20 Euro kosten.

Die reißen im Fall der Fälle mit ihrem lauten Alarm jeden Schläfer aus seinen Träumen. Und verhindern so, dass Menschen im Schlaf ersticken. Doch wo sollten diese Lebensretter installiert werden?

Optimal wäre einer der technischen Helfer in jedem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer, auf jeden Fall jedoch ein Rauchmelder je Etage. Dabei muss nach Auskunft der Feuerwehr Eupen[3] auch an Kellerräume und Dachböden gedacht werden. Denn hier entstehen häufig Brände - auch und gerade dann, wenn Brandstiftung im Spiel war.

 

Fehlarm & Co.:

Allerdings führen Feuermelder, bedingt durch die Bauart und die Dämpfe beim Duschen, in Bädern auch mal zu Fehlalarmen. Das indes sollte uns nicht von einer Installation abhalten. So sind in den Staaten, die vielen von uns als Vorreiter in Sachen Sicherheit gelten, bereits in über 90 Prozent aller Wohnungen und Häuser Rauchmelder installiert. Dabei gibt es reine Rauch-, aber auch Brandgas- und Wärmemelder, die vor allem in Warenhäusern und Fabriken genutzt werden. Oftmals in Verbindung mit einer Sprinkleranlage, die das Schlimmste verhindert.

Für den Privatgebrauch stellen jedoch bereits  die „normalen“ Rauchmelder, die nach dem foto- elektronischen Prinzip arbeiten (Rauchpartikel, die feine Lichtstrahlen im Innern beschatten, lösen den Alarm aus), einen guten Schutz dar!

 


[1] http://www.ifs-ev.org/wp-content/uploads/2016/03/ifs-brandursachenstatistik-2015.pdf

[2] https://www.test.de/Rauchmelder-Welche-Vorschriften-in-Ihrem-Bundesland-gelten-4485955-0/

[3] http://www.feuerwehr-eupen.be/10%20entscheidende%20Informationen%20ueber%20Rauchmelde1.pdf